Die wahren Gründe, warum nun auch Männer gendern

Nein. Es geht mir nicht um die Auswüchse, wie die erlebbar während eines Podcast zu dem ich eingeladen und als „Gästin“ angekündigt war. Stattdessen geht mir heute um die Männer der westlichen Welt, die geschlechtsneutrale Hautpflege für sich entdeckten. Es ist einer der neuesten Trends, der da die Hautpflegewelt rockt. Das Aufkommen geschlechtsneutraler Produkte. Es scheint offensichtlich, oder? Die Idee ein Produkt zu kreieren, das universell für uns alle geeignet ist, ist jedoch eine Innovation die erst sehr spät zur Party gekommen ist. Aber sie ist keineswegs ein unwillkommener Gast.

Der Mann

Der Markt für geschlechtsneutrale Hautpflege ist stetig gewachsen, vor allem bei den männlichen Kunden. Es ist ein Trend, der seine Position in der Branche schnell gefestigt hat.
Dieser sich schnell entwickelnde Trend begann zunächst in Form eines zunehmenden Interesses an Make-up für den männlichen Markt. Aufgrund dieses Erfolges ist die Schönheitsindustrie nun dabei, ihre allumfassenden Produktpaletten zu erweitern. Es geht darum, nun auch die Welt der geschlechtsneutralen Hautpflege mit einzubeziehen.

Geschlechtsneutrale Hautpflege, warum nun auch Maenner gendern

Der Weg des Höhlenmenschen

‚Warum war das nicht schon immer so?‘, wäre wahrscheinlich eine der ersten Fragen, die Du Dir stellen würdest. Die Hinderungsgründe, dass dies nicht schon viel früher zustande kam, waren eine Vielzahl von unterschiedlichen Vorurteilen über Hauttypen. Diese stammten eher aus einer höhlenmenschlichen Denkweise. Unterschiedliche Produkte wurden den verschiedenen Geschlechtern verschrieben. Dies basierte wiederum auf Vorstellungen wie geschlechtsspezifische Hauttypen, Absichten und Zwecke. Und sicher der Idee, dass nur Frauen Schönheitsprodukte für ihre gelangweilten, desinteressierten Ehemänner kaufen. (Zwinker..) Obwohl in Wirklichkeit der Kern der essentiellen Hautpflege, nämlich das Schützen, Befeuchten und Reinigen, ein ziemlich universelles ist.

Das maskuline Sofa

Eine Vogue Business Analyse von Superdrug hat ergeben, dass mehr als ⅔ der männlichen Hautpflegeprodukte „Men“ oder „For Him“ in ihrem Namen tragen. Such doch tatsächlich mal nach Hautpflegeprodukten die sich an männliche Kunden richten. Es ist erstaunlich, wie langweilig die Mehrheit der männlichen Hautpflegeprodukte daher kommt (versuche einfach mal, eine Option zu finden, die nicht schwarz oder marineblau ist). Aber diese langweilige, schlichte Verpackung zeigt deutlich die Vorstellungen darüber was „männlich“ ist und was nicht. Diese wurden wohl gesellschaftlich festgelegt – eine Feuchtigkeitscreme kann genauso wenig „männlich“ sein, wie ein Sofa es kann.

Zu welcher Hälfte der Männer gehörst Du?

Ein aktueller Beauty-Konsumentenbericht von NPD fand heraus, dass fast 40% der Erwachsenen im Alter von 18-22 Jahren an geschlechtsneutralen Beauty-Produkten interessiert sind. In einer ähnlichen Umfrage von Euromonitor hat über die Hälfte (56%) der befragten amerikanischen Männer in diesem Jahr Gesichtskosmetik (z.B. Foundation oder Concealer) verwendet.

Interessanterweise haben die männlichen Konsumenten eine echte Verwandtschaft mit dem Ethos der geschlechtsneutralen Hautpflege gefunden. In einem faszinierenden Bericht fand Vogue Business heraus, dass in Großbritannien die Verkäufe von männlichen Gesichtsmasken innerhalb eines Jahres um über 100% gestiegen sind. Sie fanden auch heraus, dass Marken, die sich auf geschlechtsneutrale Produkte spezialisiert haben, einen signifikanten Zuwachs an (als männlich identifizierten) Kunden verzeichneten. Könnte es sein, dass diese Jungs bisher keine einfach zu verwendende Hautpflege für Männer gefunden haben? Und werden sie nun bei der Verwendung von geschlechtsneutralen Produkten den gleichen Hautpflegeroutinen erliegen müssen, die auch Frauen anwenden?

Vernachlässigte Männer

Wie auch immer, es gab eine Verschiebung in der Einstellung der Verbraucher. Sie lehnen es nun ab sich festzulegen was eine „männliche Praxis“ ist oder nicht. Somit liegt der Schwerpunkt nun auf den Beauty-Marken ihre Inklusivität zu verbessern. Es mag sein, dass geschlechtsneutrale Hautpflege Männer anspricht. Und zwar einfach weil Männer, die sich für Schönheitsprodukte interessieren, lange Zeit von Markenkampagnen vernachlässigt wurden. Es gab also eine Marktlücke, die die geschlechtsneutrale Hautpflege gefüllt hat, indem sie zuvor entfremdete Männer erfolgreich anlockte.

Einfach die Decke lupfen

Mit dem Ende der geschlechtsabhängigen Marketingtechniken geht der Trend nun dahin, dass die Kunden inhaltsstofforientierte Kaufgewohnheiten und Vorlieben zeigen. Inzwischen wissen wir alle viel mehr über all die verschiedenen Chemikalien, die in unseren Produkten stecken. Wir wissen welche ein Qualitätsmerkmal sind und welche wir nicht so gerne mögen (sollten). Das bedeutet, dass die Kunden immer besser über diese Inhaltsstoffe informiert sind und die Hautpflegemarken sich dementsprechend anpassen sollten.

 

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